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- Berlin Tipps: Der Potsdamer Platz entdeckt das Musical neu
Geisterstimmung der anderen Art: Der Potsdamer Platz entdeckt das Musical neu von Jana Kaminski Musical "GHOST - Nachricht von SAM" am Potsadamer Platz Foto: Jens Ochmann/Showslot Lange galt der Potsdamer Platz als Ort, den man als Berliner eher meidet oder nur noch aus praktischen Gründen aufsucht. Zwischen Durchgangsverkehr, Bürokomplexen und Shoppingmalls schien wenig Raum für echte Stadtkultur. Doch mit neuen Musicalproduktionen im Bluemax Theater bekommt der Platz nun wieder Relevanz – und wird damit zu einem überraschenden Berlin Geheimtipp für alle, die auf der Suche nach besonderen Berlin Events sind. Aktuell gastiert dort das Musical "Ghost – Nachricht von Sam" noch bis zum 8. Februar 2026. Weitere Produktionen sollen folgen. Die Hoffnung: Hochwertige Unterhaltung soll nicht nur das Theater füllen, sondern auch dem einst pulsierenden Zentrum Berlins neues urbanes Leben einhauchen. Potsdamer Platz: bekannt, aber selten bewusst besucht Der Potsdamer Platz gehört zu jenen Orten in Berlin, die jeder kennt – aber kaum jemand gezielt ansteuert. Abgesehen vom Weihnachtsmarkt, der Berlinale oder dem LEGO Discovery Center gibt es wenige Anlässe, hier bewusst Zeit zu verbringen. Die meisten, die den Platz frequentieren, arbeiten in den umliegenden Büros oder passieren ihn auf dem Weg woandershin. Kein Ort zum Verweilen? Potsdamer Platz in Berlin / Foto: Unsplash Dabei war der Potsdamer Platz ursprünglich als Gegenentwurf zu genau dieser Funktion gedacht: als urbanes Zentrum mit Wohnraum, Arbeitswelt und Kultur . Nach der Wiedervereinigung sollte hier internationales Großstadtgefühl entstehen – in Anlehnung an die 1920er-Jahre, als Kaufhaus Wertheim, Restaurants und Vergnügungslokale das Bild prägten. Bereits 1902 hielt hier die erste U-Bahn-Linie Berlins. Was städtebaulich konsequent umgesetzt wurde, blieb im Alltag lange ohne emotionale Bindung. Der Platz funktionierte infrastrukturell – lebte aber nicht als Kiez. Neue Shows, neue Perspektive: Berlin Events mit Kulturanspruch Ein Perspektivwechsel kommt nun aus einer Richtung, die viele in Berlin nicht mehr auf dem Radar hatten: das Musical. Die großen Shows hatten ihren Höhepunkt in den 1990er-Jahren, Berlin spielte dabei lange eine Nebenrolle. Jetzt rückt der Potsdamer Platz erneut als Kulturstandort in den Fokus. Auch interessant: Mit Yogapants und Matcha Latte: Die stille Revolution am Vormittag . Hier weiterlesen Was essen wir heute?: Ein Sonntag voller Entscheidungen Neben der Cirque du Soleil-Produktion Alizé übernimmt das Bluemax Theater wieder eine zentrale Rolle. Über zwei Jahrzehnte war es Heimat der Blue Man Group, die bis zu ihrem Abschied im August 2025 mehr als acht Millionen Besucher anzog. Danach stand das Haus sinnbildlich für den Zustand des Platzes: präsent, aber ohne klare Funktion. Es geht voran: Neue Shows im Bluemax-Theater ab 2026 / Foto: Stage Entertainment Seit Anfang Januar ist dort nun "Ghost – Nachricht von Sam" zu sehen. Basierend auf dem Filmklassiker der frühen 1990er-Jahre erzählt die Inszenierung die bekannte Liebesgeschichte von Sam und Molly in zeitgemäßer Form. Humor, klare Kontraste und bewusste Nähe zur Gegenwart prägen die Umsetzung – ein Berlin Event, das auch für Musical-Skeptiker interessant ist. Musical neu gedacht: Punk statt Paillette Musikalisch überzeugt der Cast besonders in den emotionalen Passagen mit starken Stimmen und klarer Präsenz. Die Figur des Mediums Oda Mae Brown bringt Tempo und komische Brüche, teils mit derber Sprache, ohne die Handlung zu überfrachten. Bühne und Kostüme verzichten bewusst auf überzogenen Glanz. Stattdessen dominieren Alltagsästhetik und urbane Codes: Leopardenhosen, männliche Nonnen, leuchtende Smartphones. Das Musical öffnet sich damit einem Publikum, das lieber auf Echtheit als auf Hochglanz setzt – und macht das Format anschlussfähig an einen zeitgenössischen Berliner Kulturbegriff. Wer dahintersteht – und was folgt Verantwortlich für den neuen Spielplan ist die Frankfurter Produktionsfirma ShowSlot, gegründet 2017. Bereits im Dezember füllte Eine Weihnachtsgeschichte nach Dickens den Saal. Für 2026 sind weitere Produktionen angekündigt, darunter Die CHER Show und Dracula – Das Musical. Cher Show: Bald in Berlin? / Foto: Showslot/ Nico Moser Ob diese Entwicklung dem Potsdamer Platz dauerhaft neue kulturelle Relevanz verschafft, bleibt offen. Klar ist jedoch: Der Ort wird wieder wahrgenommen – nicht nur als Verkehrsknotenpunkt oder Touristenstation, sondern als Bühne für zeitgemäße Unterhaltung. Fazit: Ein Berlin Geheimtipp für dein Kultur-Wochenende Wer auf der Suche nach Berlin Tipps für das Wochenende ist, sollte den Potsdamer Platz neu denken. Nicht als Relikt der Nachwendezeit, sondern als Ort im Wandel – mit Musicals, Shows und einem vorsichtigen kulturellen Comeback. Die frühere Geisterstimmung zeigt sich aktuell in anderer Form: als unterhaltsame Inszenierung im Theatersaal. Und genau das macht den Ort wieder spannend.
- Mit Yogapants und Matcha Latte: Die stille Revolution am Vormittag
Meetings im Café, Yoga im Volkspark Friedrichshain und trotzdem erfolgreich: Wie die Generation Z zeigt, dass wahre Produktivität auch im Müßiggang unter der Mittagssonne entstehen kann. Elf Uhr morgens, irgendwo zwischen Bötzowkiez und Hasenheide: Vegane Hafermilch wird aufgeschäumt, irgendwo klappern Tastaturen, auf der Wiese streckt eine Gruppe Yoga-Fans in Leggings die Beine gen Himmel. Wer glaubt, Berlin hätte an diesem Montagmorgen kollektiv den Wecker überhört, irrt gewaltig. Hier wird gearbeitet. Nur anders. Und vielleicht besser. Generation Z – oft belächelt als faul oder unentschlossen – verändert die Regeln unseres gesellschaftlichen Daseins als arbeitende Menschen: ohne Megafon, ohne Streikplakat, ohne Gewerkschaft. Mit bewussten Entscheidungen, mit dem Mut zum Nein. Mit der Erkenntnis, dass Produktivität nichts mit dem Sitzplatz im Großraumbüro zu tun hat. Tagsüber im Café? Ja, müssen die denn nicht arbeiten, fragt sich wohl so manch Boomer Absage an die Generation Praktikum Statt Rush Hour im Büro in Berlin-Mitte mit Obstkorb und Kickertisch heißt es jetzt: Deep Work mit Doppio Espresso und Zwischendurch-Yoga – vielleicht im Park, vielleicht bei einer Dampferfahrt über den Wannsee. Was nach Müßiggang aussieht, ist in Wahrheit eine präzise durchchoreografierte Selbstfürsorge – und eine Absage an die alte Religion des 60-Stunden-Bürowahns, mit dem sich Boomer und Millennials, auch als „Generation Praktikum“ bekannt, einst schmückten. Wo einst Überstunden als Trophäen galten, zählt heute die Kunst des Innehaltens. Faulheit – das einstige Schimpfwort der Leistungsgesellschaft – wird zum Akt der Selbstbestimmung . Stillstand wird zum Statement: Wer innehält, kann trotzdem (oder gerade deshalb) Großes bewegen. Arbeit ja – aber bitte selbstbestimmt, flexibel und gerne in High-Waist-Yogapants. "Alles im Gleichgewicht" statt "Work hard, play hard" Faul, aber erfolgreich? Homeoffice ist längst keine Übergangslösung mehr, und flexible Arbeitszeiten sind Voraussetzung. Zahlreiche Coworking-Spaces für alle Bedürfnisse– sogar mit Babybetreuung – sprechen dafür. Die COVID-19-Pandemie war nur der Brandbeschleuniger für eine Entwicklung, die längst begonnen hatte: Arbeit ordnet sich dem Leben unter, nicht mehr umgekehrt. Berlin ist der perfekte Nährboden für diese neue Freiheit – urban, kreativ, widerständig gegen jede starre Norm. Schon immer kamen Künstler, Kreative und Lebenskünstler hierher, angelockt von einer Stadt, in der zu jeder Tageszeit etwas los ist. Heute wandelt sich dieses Privileg, das einst das „ Arm, aber sexy“-Image Berlins prägte, zunehmend in ein „Faul, aber erfolgreich“-Selbstverständnis. Zumindest wirkt es oft so – aus mangelndem Verständnis. Während manche Millennials – die noch unbezahlte Praktika in Serie absolvierten – mit einem Augenrollen reagieren, übersehen sie, dass diese vermeintliche Faulheit eine Errungenschaft ist: ein Zeichen des Widerstands gegen althergebrachte Disziplin und übertriebenes Pflichtgefühl. Zwischen unbegrenzten Wahlmöglichkeiten und der Suche nach Halt Vielleicht wäre es an der Zeit, ein wenig mehr Laissez-faire einziehen zu lassen. Anstatt sich über die vermeintliche Faulheit einer Generation aufzuregen, die in eine ganz andere Welt geboren wurde. Woher sollen sie wissen, dass Landkartenlesen oder Telefongespräche einst „normal“ waren, wenn heute alles vom Smartphone übernommen wird? Woher sollen sie wissen, dass Medienkonsum schwierig ist, wenn ihre Boomer-Eltern dort noch Facebook-Gruppen verwalten? Generation Z kämpft mit anderen Herausforderungen: ständiger Verfügbarkeit, unendlichen Wahlmöglichkeiten und einem permanenten Optimierungsdruck. Was hilft? Der bewusste Rückzug ins Private. Zur Familie, ins Grüne – mit Anspruch, mit Werten, mit Verantwortung. Pflicht ja – aber bitte mit Sinn und Wertigkeit dahinter. Die Hauptstadt, wie wir sie lieben Vielleicht war es immer Berlins heimliche Superkraft : das Recht auf selbstbestimmte Zeit, auf Präsenz im öffentlichen Raum, auf Lebensfreude. Früher war das Privileg, tagsüber draußen zu sein, vor allem Künstlern, Kreativen und Arbeitslosen vorbehalten. Heute erleben wir diese Freiheit breiter – getragen von einer Generation, die Arbeit nicht mehr über das Leben stellt, sondern mit ihm neu verbindet. Und was Berlin immer ausgemacht hat, bleibt bestehen: das Leben genießen, die Stadt genießen, Berlin leben. Was früher als Müßiggang galt, feiert heute ein Comeback – als bewusster, erfolgreicher Lebensstil. Und so inszeniert die Generation Z keinen Aufstand. Sie lebt ihn. Leise, konsequent, selbstbestimmt und bestellt noch einen Matcha Latte dazu.
- Was essen wir heute? Ein Sonntag voller Entscheidungen
Was essen wir heute? Foto: Unsplash Zwischen Streamingdiensten, Liefer-Apps und moralischen Fragen. Warum Essen bestellen zum Sinnbild unserer Überflussgesellschaft geworden ist. Sonntag ist der Tag, an dem alles möglich ist – und genau das macht ihn so anstrengend. Nichts ist terminiert, nichts muss, alles könnte. Während wir uns durch Netflix, Disney Plus und Mediatheken klicken, verschiebt sich die Entscheidungsfrage irgendwann vom Bildschirm auf den Magen. Serie oder Film wird zu Burger oder Bowl, zu Koreanisch oder Italienisch, zu neu oder vertraut. „Was essen wir heute?“ ist längst keine beiläufige Frage mehr, sondern die Königsdisziplin eines Alltags im Überfluss. Die Qual der Wahl als Lebensgefühl Essen bestellen war einmal pragmatisch. Heute ist es ein Spiegel unserer urbanen Lebensrealität. Lieferdienste versprechen Vielfalt pur, hunderte Optionen, jederzeit verfügbar. Was als Freiheit verkauft wird, fühlt sich oft nach Arbeit an. Scrollen, vergleichen, bewerten, verwerfen. Jede Entscheidung steht unter dem Druck, auch die falsche sein zu können. Der Überfluss macht nicht satt, sondern müde. Quelle: Lieferando Strategien gegen den Entscheidungsstress Um dieser Überforderung zu entkommen, greifen wir zu klaren Mustern. Manche orientieren sich an Trends, weil sie Sicherheit versprechen. So konnte zum Beispiel den größten Sprung in diesem Jahr die koreanische Küche verzeichnen. Das Bestellaufkommen hat sich laut Lieferando-Report im Vergleich zum Vorjahr fast verdreifacht (+194 Prozent), was wohl mit dem anhaltenden Korean Hype rund um K-Pop, Skincare und die positive Wirkung von Kimchi zusammenhängt. Andere lassen sich zunehmend von KI-basierten Empfehlungen leiten. Nicht aus Technikbegeisterung, sondern aus dem Wunsch, Entscheidungen abzugeben. Und dann gibt es noch das bloße Bauchgefühl. Der Griff zu vertrauten Klassikern ist selten uninspiriert, sondern oft ein Akt der Selbstfürsorge. 2025 wurde die Rangliste der beliebtesten Speisen von Cheeseburger, Pizza Magherita und dem Chickenburger angeführt, so der Lieferdienst Lieferando. Quelle: Lieferando Wenn Nichtbestellen die konsequenteste Wahl ist Doch jede Bequemlichkeit hat eine Kehrseite. Während wir über Toppings und Lieferzeiten nachdenken, geraten die Arbeitsbedingungen im Liefersektor schnell aus dem Blick. Zeitdruck, unsichere Einkommen, physische Belastung. Wer sonntags bewusst nicht bestellt, trifft keine asketische Entscheidung, sondern eine politische. Gegen ein System, das Effizienz über Fairness stellt. Sonntagsfrage: Bestellen, ja oder nein? Bild: Unsplash Vielleicht ist die Sonntagsfrage nach dem Essen deshalb so aufgeladen, weil sie mehr verhandelt als Hunger. Sie erzählt von Überfluss, von Erschöpfung und vom Wunsch nach Orientierung. Und manchmal ist die ehrlichste Antwort auf „Was essen wir heute?“ eben nicht eine Bestellung, sondern eine Pause vom Entscheiden.
- Bulgari Amenity Kits bei Emirates für die Herbst- und Wintersaison
Ab Herbst gibt es in der Emirates First und Business Class neue Bulgari Amenity Kits. Die Kulturbeutel der First und Business Class sind in neuen Trendfarben und -designs gehalten und enthalten Bulgari-Düfte in exklusiv für Emirates entworfenen Flakons. Die neue Kollektion umfasst acht verschiedene Sets aus veganem Leder, aus klassischem hellbraunen und schwarzen Stoff, modernem Silber mit Flieder oder dezentem Schwarz mit fliederfarbenen Highlights. Business Class Amenity Kits In der Business Class beinhalten die neuen Amenity Kits zwei verschiedene Taschenformen in stilvollem Silber. Jedes Set enthält mehrere Bulgari-Produkte, darunter den bekannten Duft BVLGARI OMNIA Amethyste Eau de Toilette. Passagiere erhalten zusätzlich eine passende Gesichtsemulsion, eine Körperlotion, einen reichhaltigen Bulgari-Lippenbalsam und einige praktische Utensilien wie ein Zahnpflege-Set und einen Doppelspiegel. Ergänzt wird das Business Class-Sortiment durch zwei klassische schwarze Stofftaschen in verschiedenen Formen mit Akzenten aus hellbraunem veganem Leder in einem eher maskulinen Stil. Der enthaltene Duft, BVLGARI POUR HOMME Eau de Toilette, ist ein holziger und zugleich blumiger Moschusduft. Passend dazu sind auch ein Bulgari After Shave Balsam und eine Körperlotion, sowie Pflegeprodukte und Rasierutensilien enthalten. Bulgari Goldspiegel in der First Class In der First Class umfasst das luxuriöse Angebot vier individuelle Taschen – zwei aus schwarzem veganem Leder mit lilafarbenen Akzenten und zwei aus hochwertigem schwarzem Stoff mit hellbraunen Lederakzenten. Beide enthalten eine Reihe von personalisierten Luxusprodukten In den schwarzen und lilafarbenen Sets befindet sich der neue gravierte Bulgari-Goldspiegel – ein exklusiv für Emirates hergestelltes Erinnerungsstück – sowie ein exklusiver 30-ml-Flakon von BVLGARI LE GEMME Desiria Eau de Parfum. Ergänzt wird der Duft durch die passende Gesichts – und Körperpflege, sowie weitere Produkte, wie ein Deodorant und eine klappbare Haarbürste. Mit den schwarzen und hellbraunen Sets erhalten Emirates-Gäste einen exklusiven 30-ml-Flakon von BVLGARI LE GEMME Gyan Eau de Parfum. Das Set enthält ausserdem einen feuchtigkeitsspendenden After Shave Balsam und passende Pflege- und Rasierprodukte. An Bord der A380-Flotte können First-Class-Passagiere auch die voll ausgestatteten Spa-Duschen nutzen, in denen sie eine eigene Reihe von Luxusprodukten der biologischen und nachhaltigen Marke Voya aus Irland finden. In den Privatsuiten finden Passagiere ausserdem ein Hautpflegeset der schwedischen Luxusmarke Byredo. Economy- und Premium-Economy-Passagiere können sich gegen Ende des Jahres ebenfalls auf neue Amenity Kits freuen. #Bulgari #BusinessClass #Travel
- 25hours Hafencity: Sicherer Hafen für stilsichere Weltentdecker
Wer auf der Suche nach einem pulsierenden Hotel im Herzen der Hamburger Hafencity ist, wird sich für das 25hours Hotel Hafencity begeistern können. Hier wird rauer Industrial Chic so in Szene gesetzt, dass die Inszenierung des Designs ein außergewöhnliches Gästeerlebnis kreiert. Schon beim Betreten der Lobby überkommt einem das Gefühl nicht in einem klassischen Hotel zu Gast zu sein. Statt kühler Hotelatmosphäre und gediegener Stimmung, pulsiert die Lobby und überzeugt mit einer ausgesprochen spannenden Mischung in der Gestaltung: rau, solide, irgendwie industriell und doch gemütlich, familiär. Lobby des 25hours Hafencity / Credit: Stephan Lemke Jeder Blick verspricht ein neues Detail, das die maritime Lage im Design transportiert. Elemente aus Lagerhäusern und Containerterminals treffen hier auf Weinkeller-Atmosphäre. Nach einem freundlichen und unkomplizierten Check-In steigt die Vorfreude, das Hotel-Interior weiter zu erkunden. Fahrtstuhl im 25hours Hafencity Besonderes Highlight ist die Fahrt mit dem Fahrstuhl, robust wie ein Schiffscontainer, lässt sich im Industrie-Chic das Zimmer erreichen, während die Wände sichtbar vorbeisausen. Zimmer im 25hours Hafencity: Maritim, instagramable und zuvorkommend Es sind die kleinen Details, die im Hotel immer wieder ins Auge fallen. Sei es dir gewählte Schriftart für die Zimmernummern oder die Details im Zimmer. Wer hier schläft, fühlt den Vibe des Hafens. Von der Tapete, gezeichnet vom Berliner Illustrator Jindrich Novotny, bis zum Schrankensemble: Das Interiordesign erfüllt jeden Wunsch an ein Zimmer zum Entdecken. Besonders spannend für Freunde der schönen Dinge sind kleine Details, wie die Farbkombination der Fliesen im Bad. “Instagramable” würde man wohl heute dazu sagen. Verspricht das Zimmer mit all seinen kleinen Details zum Entdecken, ohne überladen zu wirken, auch Komfort im höchsten Sinne. Von der inkludierten Minibar bis zur Boombox über Wärmflasche bis zu hervorragend gut duftenden Amenities. Es gibt wohl nichts, was für einen gelungenen Aufenthalt fehlt. Hafensauna: Rauer, solider Purismus mit Ausblick Doch der wahre Luxus liegt oft viel näher und zeigt sich einfacher als gedacht. Das 25hours Hotel Hafencity hat mit seinem rauen Saunabereich ein Saunaerlebnis der Extraklasse geschaffen. Man steht quasi draußen, mehr oder weniger überdacht. Fühlt die frische Brise, mit bestem Blick auf Hafen und Kreuzfahrtterminal. Puristisch baumelt ein Boxsack von der Decke, die verschiedenen Duschmöglichkeiten ebenfalls einfach, aber dadurch nicht weniger stilvoll gehalten. Alles in allem: ein Erlebnis mit Ausblick für Saunapuristen. Hafensauna im 25hours Hafencity / Credit: Stephan Lemke Restaurant heimat Unter dem Namen heimat serviert das entspannte Restaurant des Hotels Klassiker der deutschen Küche von der Nordsee bis zu den Alpen. Je nach Tageszeit lockere Lounge oder pulsierende Bar, hat das Erdgeschoss des 25hours Hotel HafenCity den Anspruch das Wohnzimmer des Quartiers zu sein. Hier wird morgens auch das Frühstück serviert. Kleiner Kritikpunkt ist die Wartezeit auf einen Tisch. Auch wenn es nachvollziehbar ist, sich als Gast schwer von der sehr guten Auswahl, insbesondere der Backwaren, inklusive Franzbrötchen, zu trennen, wäre hier eine geringere Wartezeit wünschenswert. Hafencity: Tradition trifft Hypermodernität Als Teil des Überseequartiers befindet sich das Haus im Herzen der HafenCity zwischen Attraktionen wie der Elbphilharmonie, dem Kreuzfahrtterminal und dem Internationalen Maritimen Museum. Die Innenstadt um Rathaus und Mönckebergstraße ist in gut zehn Minuten zu Fuß erreichbar. Für den Rückweg mit den vollen Einkaufstüten nimmt man die U-Bahn-Linie 4, die direkt vor dem Hotel hält. Der Standort an der Nahtstelle zwischen dem traditionellen Hafenquartier und der Speicherstadt rund um St. Katharinen und der hypermodernen HafenCity inspirierte die Macher des Hauses, sich mit den Kontrasten von Hafen und Meer, von Heimweh und Fernweh auseinanderzusetzen. Alles in allem bietet das Hotel für Designliebhaber mit Anspruch an pulsierende Vibes, ohne Einschnitte beim Komfort, ein schönes Storytelling während des Aufenthaltes. Ein idealer Standort, der auch bei „Schietwetter“ einen Städtetrip nach Hamburg zum Erlebnis macht. Wir kommen gerne wieder. #Städtetrip #25hours #Hotel #Interior #Hamburg
- Berlin statt Bielefeld: Weihnachten in Berlin?
Warum es sich lohnt, über die Feiertage “Zuhause” zu bleiben von Jana Kaminski / www.gustasmagazin.de Vom Prenzlauer Berg bis Charlottenburg ist man sich einig: Berlin hat ein kompliziertes Verhältnis zur besinnlichsten Zeit des Jahres. Während selbst die Coca-Cola-Trucks seit drei Jahren einen großen Bogen um die Hauptstadt machen, tun sich Fans weihnachtlicher Dorf-Romantik schwer, in Stimmung zu kommen. Traditionell verlassen insbesondere Zugezogene Berlin zu Weihnachten. Man fährt in die alte Heimat, an die Orte, deren Lethargie einen einst in die pulsierenden Arme der Großstadt getrieben hat. Hier ein Eierpunsch, da ein Sahnelikör – Hauptsache Einöde. Doch muss das wirklich sein? Denn Berlin kann auch Weihnachtsstimmung – man muss sie nur finden. Besinnlichkeit im Volkspark Friedrichshain: Weihnachten in Berlin geht! / Foto: Jana Kaminski Fast unheilig früh öffneten die ersten Weihnachtsmärkte, etwa am Potsdamer Platz oder an der Landsberger Allee, bereits vor dem Totensonntag – inklusive Autoscootern und Event-Gastronomie. Nicht minder säkular schwingen an Heiligabend Tanzwütige zu wummernden Electrobeats die Hüfte, während sich der Großteil der Zugezogenen beim Heimatbesuch nach den ewig gleichen Kleinstadt-Ritualen sehnt. So lässt es zumindest die Parkplatzsituation von Friedrichshain bis Pankow vermuten. Die Züge aus Berlin heraus sind voll, die Menschen zieht es ab Mitte Dezember nach Bielefeld, Braunschweig und Bökendorf – dorthin, wo man Jahrzehnte zuvor nur eines wollte: weg. Und doch kommt alljährlich zur Weihnachtszeit diese diffuse Sehnsucht nach Völlerei in der Pampa auf. Aus ungeklärtem Grund. Zumindest, wenn man genauer hinsieht. Auch das ist Weihnachten in Berlin: Weihnachtsbäume, die keiner braucht, an der Danziger Str. / Foto: Jana Kaminski Das kann nur Berlin: Winter-Biergarten und lebendiger Adventskalender Weihnachten beginnt in Berlin oft im Kleinen. Im Bötzowkiez im Prenzlauer Berg organisiert der Verein Pro Kiez e. V. jedes Jahr einen „ Lebendigen Adventskalender “. Türen öffnen sich im wörtlichen Sinne. Lokale Geschäfte und Hausgemeinschaften veranstalten wärmende Lagerfeuer im Innenhof, schenken Glühwein aus, laden zu kleinen Konzerten ein. Es wird gesungen und Nikolausstiefel genäht - man begegnet sich, wie es sich zur Weihnachtszeit gehört. Um Begegnung geht es auch auf den zahlreichen Berliner Weihnachtsmärkten. "Die kleine Hexe" initiiert im Hinterhof der Pasteurstraße im Prenzlauer Berg im Rahmen des PRO KIEZ E.V. Adventskalender / Foto: Jana Kaminski Ob All-Inclusive-Weihnachtsmarkt an der Oberbaumbrücke oder der unkonventionelle “Heissa Holzmarkt” im Kulturprojekt “Holzmarkt”: Es sind auch hier die kleinen Ideen, die Großes bewirken. Und so darf auch Berlins ältester Biergarten, der Prater, in die Wintersaison gehen und seine Türen als Wintermarkt öffnen. Weihnachtstheater: alles erlaubt Von der neuen Cirque-du-Soleil-Show „Alizé“ bis zur „Frida & Frida Young Show“ im Friedrichstadt-Palast: Statt klassischer Krippenspiele gibt es Akrobatik, große Shows und starke Inszenierungen. Etwas mehr weihnachtliche Geborgenheit fühlen Besucher hingegen im Musical „ Eine Weihnachtsgeschichte“ nach Charles Dickens im Bluemax-Theater . Zudem schaffen es dreidimensional wirkende Häuserfassaden als Bühnenbild, tanzende Weihnachtsbäume und sprechende Laternen eine Stimmung, die Spaß macht. Und erzeugen sogar so etwas wie Besinnlichkeit, mitten am Potsdamer Platz. Eine Weihnachtsgeschichte / Foto: Jens Ochmann Weihnachtsgans aus dem Luxushotel Wer in diesem Jahr die eigenen vier Wände gegen das ehemalige Kinderzimmer eintauscht, dem wird auch bei der letzten Frage geholfen: Was soll ich kochen? Denn auch wenn es sich in den Supermärkten zur Weihnachtszeit verhältnismäßig entspannt einkaufen lässt, gibt es eine deutlich einfachere Möglichkeit, das perfekte Weihnachtsessen zu organisieren. Mehrere Premium-Hotels und Restaurants bieten Weihnachtsgänse zum Mitnehmen oder liefern an. Auch das luxuriöse Ritz-Carlton gehört zu den Anbietern. Das Prinzip ist bequem: hochwertige Weihnachtsküche ohne lange Vorbereitung. Direkt geliefert auf den Tisch. Weihnachts-Truthahn to go aus dem POTS im Ritz-Carlton Berlin / Foto: Marriott International Wenn der Koffer in Berlin bleibt … Berlin kann Weihnachten. Nur anders als viele andere Städte. Am 24. Dezember sind die Straßen oft leer, Parkplätze plötzlich verfügbar, die Hektik weicht einer seltenen Stille. Die Freude ist groß, vertraute Gesichter aus dem Kiez beim Spaziergang zu treffen. Und wer gar keine Lust auf Kerzenschein hat, findet auch dafür Optionen: Partys im „KitKatClub” (Lack & Leder), Veranstaltungen im „Ritter Butzke” oder in der „Wilden Renate“ gehören für viele längst zur alternativen Feiertagskultur. Weitere Informationen: POTS im Ritz-Carlton Berlin, https://www.potsrestaurant.com/ Eine Weihnachtsgeschichte, https://showslot.com/weihnachtsgeschichte/
- Kommt die Expo 2035 nach Berlin?
So könnte die EXPO 2025 in Berlin aussehen | Copyright: EXPO 2035 Berlin GmbH Wie realistisch die Vision einer „Expo Berlin 2035“ tatsächlich ist Berlin, 9 Dezember 2025. Die Debatte um die Expo Berlin 2035 gewinnt an Dynamik. Die zivilgesellschaftliche Initiative, Global Goals Berlin, hat heute ihre umfassende Vision für eine mögliche Weltausstellung in Berlin vorgestellt – ein Szenario, das die Hauptstadt im Jahr 2035 zu einer dezentral organisierten Expo-Stadt machen würde. Während die Initiative überzeugt ist, dass Berlin eine realistische Chance auf die Expo 2035 hat, reagiert die Politik bislang öffentlich zurückhaltend. Doch die Frage, ob eine Expo in Berlin gelingt, rückt zunehmend in den öffentlichen Diskurs – und entwickelt sich zu einem der spannendsten Zukunftsprojekte der Stadt. Global Goals Berlin sieht sich als zivilgesellschaftliche Kraft, die Berlin in eine neue Phase der internationalen Sichtbarkeit führen will. Rund 300 private Unterstützerinnen und Unterstützer tragen diese Bewegung, die mit 250.000 Gesichtern dahinter zeigen will, wie ein neues Verständnis urbaner Transformation aussehen kann. Bereits heute sind Teile der Vision sichtbar, etwa im Expo Store am BER, in Form der 17 Klaviere, die über die Stadt verteilt stehen, oder in einem ersten Kiez Lab, das zeigt, wie Nachbarschaften zu offenen Lern- und Innovationsräumen werden könnten. Ein Blick in die Zukunft: Sieht so das Berliner ICC der Zukunft aus / Copyright: EXPO 2035 Berlin GmbH Der Satz „Berlin ist eigentlich schon Expo“ prägte die heutige Pressekonferenz und beschreibt die Haltung der Initiative, die davon ausgeht, dass die Stadt über die Voraussetzungen für ein experimentelles, dezentral gedachtes Expo-Modell verfügt. Bewerbungsverfahren für die Expo Berlin 2035 Der Businessplan und das vollständige Konzept liegen bereits vor. Im zweiten Quartal soll die Bundesregierung entscheiden, ob Deutschland die Bewerbung Berlins offiziell unterstützt. Die finale Vergabe der Expo 2035 erfolgt Ende 2027. Damit hat Berlin nur wenige Jahre Zeit, ein politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich tragfähiges Gesamtmodell zu entwickeln. Der politische Rückhalt ist derzeit jedoch unklar. Bundesseitig findet Austausch statt, auf Landesebene ist die Unterstützung noch offen. Auch wurde thematisiert, ob eine Expo-Bewerbung mögliche Olympiapläne der Hauptstadt gefährden könnte. Clean Tech Park Marzahn - Venue für die Expo 2035 in Berlin? Copyright: EXPO 2035 Berlin GmbH Warum eine Expo in Berlin? Vertreter der Initiative argumentieren, dass Berlin ein europäisches Schaufenster für nachhaltige Stadtentwicklung und technologischen Wandel sein könnte. Die Hauptstadt bietet eine Mischung aus urbanen Räumen, kreativer Szene und Entwicklungsflächen, die in dieser Form einzigartig ist. Zugleich könnte Berlin mit der Expo 2035 auch Ostdeutschland stärker in den Fokus internationaler Besucher rücken und damit ein differenziertes Bild von Stadt und Land vermitteln. Dieser Gedanke der überregionalen Verknüpfung bildet einen zentralen Bestandteil der Vision, Berlin als Bühne für Deutschland und Europa zu positionieren. Welche Orte für die Expo Berlin in Frage kommen könnten Für das Hauptgelände werden Teile des alte Flughafenfeld Tegel, eine Fläche am BER und der Clean Tech Park in Marzahn geprüft. Diese Standorte verfügen über große Flächen, die sich für temporäre wie langfristige Projekte eignen. Ergänzend dazu würden weitere Bestandsgebäude der Stadt als Satellitenorte fungieren, darunter das ICC, die Hangars des Flughafens Tempelhof, das Funkhaus und verschiedene urbane Innovationsstandorte wie Berlin-Buch. Die Idee der Initiative geht jedoch deutlich weiter als klassische Expo-Modelle: Berlin selbst soll zur Ausstellung werden. In der gesamten Stadt könnten modulare Pavillons entstehen, die als offene Räume für Innovation, Kollaboration und immersive Technologieerlebnisse dienen. Nach Vorstellung der Initiatoren würde die Expo damit nicht an einen Zaun gebunden sein, sondern sich in die urbane Struktur einfügen und sie temporär wie dauerhaft verändern. Auch am BER wäre genug Platz für die EXPO 2035 in Berlin / Copyright: EXPO 2035 Berlin GmbH Pavillons, Besucherströme und städtische Infrastruktur Die Grundstruktur orientiert sich an internationalen Weltausstellungen. Die Gastgeberstadt würde die Infrastruktur und das Expo Village bereitstellen, während die teilnehmenden Länder eigene architektonische Pavillons realisieren und finanzieren. Ergänzend dazu plante Berlin über einhundert Type-X-Pavillons und zehn thematische Pavillons, die Berliner Zukunftsthemen sichtbar machen sollen. Im internationalen Vergleich rechnen Weltausstellungen mit rund 25 Millionen Besuchern. Für Berlin bedeutet das bis zu 250.000 Menschen pro Tag, die zum Beispiel den Standort Tegel erreichen müssten. Experten diskutieren mögliche neue Lösungen, um große Besucherströme effizient zu managen. Zum Vergleich: Der frühere Flughafen TXL verzeichnete rund 130.000 Passagiere täglich. Was bleibt nach der Expo Berlin? Die Initiative betont, dass die Expo weit über das Ausstellungsjahr hinausreicht. In Tegel könnten bestehende Strukturen der Urban Tech Republic beschleunigt und durch neue Veranstaltungsflächen ergänzt werden, die langfristig für Sport, Kultur und internationale Events nutzbar wären. Die sogenannten „Sleeping Giants“, also große Bestandsgebäude mit ungenutztem Potenzial, sollen im Rahmen der Expo neu positioniert und dauerhaft aktiviert werden. Die Weltausstellung könnte auf diese Weise zu einem Hebel werden, um infrastrukturelle Entwicklungen voranzutreiben, die bereits seit Jahren diskutiert werden. Finanzierung und zivilgesellschaftliche Dynamik Die Initiative arbeitet mit einem Kernteam von rund 20 Personen. Start-ups, Einzelpersonen und einige größere Unternehmen beteiligen sich daran. Die politische Unterstützung ist bislang noch verhalten. Während es auf Bundesebene bereits Austausch gibt, ist der Kontakt auf Landesebene geringer ausgeprägt. Der zivilgesellschaftliche Charakter wird bewusst hervorgehoben, da er Flexibilität schafft und einen breiten gesellschaftlichen Dialog ermöglicht. Dass der erste Pavillon bereits auf privatem Gelände in der IHK Fasanenstraße steht, unterstreicht diesen Ansatz. Wie realistisch ist die Expo Berlin? Die Initiatoren sind überzeugt, dass Berlin eine realistische Chance auf die Expo 2035 hat. Politisch ist das Thema in Berlin nicht auf Prio 1 verankert. Fest steht: Niemals zuvor wurde eine Expo-Bewerbung in Deutschland so stark aus der Stadtgesellschaft heraus getragen. Wenn Berlin diese Dynamik aufnimmt, könnte die Expo Berlin ein entscheidender Wendepunkt für die Hauptstadt werden – wirtschaftlich, kulturell und infrastrukturell. Realistische Zukunftsaussichten oder Berlin-Utopie? Ein analytischer Blick Die Vision der Expo Berlin 2035 ist groß, mutig und angesichts der aktuellen städtischen Herausforderungen wohl auch provokant. Denn der Alltag in Berlin zeigt ein anderes Bild: überforderte Infrastruktur, steigende Mieten, sichtbare Armut, zunehmende Gewalt im öffentlichen Raum, Orientierungslosigkeit bei der Infrastruktur am BER. Viele Berlinerinnen und Berliner fragen sich wohl, wie eine Stadt, die im Alltagsbetrieb oft an ihre Grenzen stößt, ein globales Großereignis stemmen soll. Doch genau in dieser Diskrepanz liegt die politische Sprengkraft des Projekts. Die Expo könnte ein Transformationsmotor sein – oder an den Realitäten der Stadt scheitern. Ob Berlin 2035 tatsächlich Expo-Stadt wird, hängt letztlich weniger von der Initiative ab als von der Bereitschaft der Politik, diesen gesellschaftlichen Impuls aufzugreifen. Fazit: Die Expo Berlin 2035 ist mehr als eine Bewerbung – sie ist eine Vision von einer besseren Version Noch nie wurde eine deutsche Expo-Bewerbung so stark aus der Stadtgesellschaft heraus entwickelt. Das allein macht die Expo Berlin 2035 zu einem relevanten politischen und urbanen Zukunftsthema. Sollte Berlin den Mut haben, diese Dynamik aufzunehmen, könnte die Expo 2035 einen Wendepunkt markieren – wirtschaftlich, kulturell und infrastrukturell. Scheitert die Bewerbung, bleibt sie dennoch eines der ambitioniertesten Projekte, die die Hauptstadt seit Jahrzehnten hervorgebracht hat. Die Entscheidung fällt 2027. Die Debatte beginnt jetzt.
- Werte im Wandel: Auszeit-Retreat im Strandhotel Zingst
Im „ Strandhotel Zingst” trifft Achtsamkeit auf Weite, Coaching auf Natur Wellness bedeutet im „ Strandhotel Zingst” seit jeher mehr als körperliche Entspannung. Es ist das bewusste Erleben von Weite, Klarheit und innerem Gleichgewicht. Jetzt geht das inhabergeführte Hotel an der Ostsee noch einen Schritt weiter: Vom 23. bis 27. Februar 2026 lädt das Haus gemeinsam mit Mentorin Vesna Szalatzky zum neuen Auszeit- Retreat „Werte im Wandel“ ein – eine Reise zu sich selbst im Rhythmus der Wellen. Wellnessbereich im Strandhotel Zingst / Foto: cozyandwildstudio „Was treibt mich heute wirklich an – und wie möchte ich leben?“ Fünf Tage lang schaffen Coaching, Naturerlebnisse und Spa-Momente Raum für Reflexion, Achtsamkeit und persönliche Entwicklung. Das Retreat richtet sich an Menschen, die sich nach innerer Ruhe, Klarheit und Neuorientierung sehnen – beruflich wie privat. Wellness mit Tiefe – Retreat im Takt der Wellen Das „Strandhotel Zingst” steht seit Jahren für den besonderen Moment des Ankommens – körperlich am Meer und geistig bei sich selbst. Hier verbindet sich achtsame Gastlichkeit mit nachhaltiger Qualität und tiefer Entspannung. Der großzügige Wellnessbereich, die feine Küche und die Ruhe des Hotelgartens schaffen eine Atmosphäre, in der das Loslassen leicht fällt. Zum Aufenthalt gehören das Buch „Zingstliebe“, ein inspirierender Reiseführer zu den stillen Momenten der Region, sowie ein Achtsamkeitsguide mit kleinen Impulsen und Aufgaben für den Aufenthalt. So wird jeder Besuch zu einer Reise nach innen – und wer möchte, findet im neuen Retreat die passende Begleitung, um Weite zu spüren, Klarheit zu gewinnen und ganz bei sich selbst anzukommen. Achtsamkeitsguide des Hotels an der Ostsee / Foto: cosyandwildstudio Fischland-Darß-Zingst – ein Ort, der bewegt Kaum eine Region verkörpert Ruhe und Weite so eindrücklich wie die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Die unendliche Sicht über das Meer, das Licht, die Stille nach der Saison – all das schafft ideale Bedingungen, um Abstand zu gewinnen und neue Perspektiven zu finden. „Wellness beginnt im Kopf“ , sagt Kai Harmsen, Gastgeber im Strandhotel Zingst . „Unser Ziel ist es, unseren Gästen Räume zu eröffnen, in denen sie sich selbst wieder spüren – bewusst, ruhig und echt.“ Buchung & Preise Das Auszeit-Retreat „Werte im Wandel“ mit Vesna Salatzky findet vom 23. bis zum 27. Februar 2026 im Strandhotel Zingst statt. Frühbucherpreis bis 20. Dezember 2025: 1.488 Euro. Ab 21. Dezember 2025: 1.588 Euro. Im Preis enthalten sind Übernachtung im Einzelzimmer inkl. Halbpension, Verpflegung während des Workshops, Nutzung des Wellnessbereichs. Zuzüglich Kurtaxe und Parkgebühren. Buchung unter: https://www.strandhotel-zingst.de/achtsamkeit-am-meer
- Ist Berlin noch sexy?
Arm und verwahrlost: Steigende gewalttätige Übergriffe im öffentlichen Raum bringen das Sicherheitsgefühl in Berlin zum Wanken. Wer das ändern will, braucht Mitgefühl. von Jana Kaminski Ein Mann wird am helllichten Tag in der Berliner S-Bahn bedrängt. 25 Mitfahrende starren, wie erlernt, ins Leere, irgendwo zwischen Alexanderplatz und Jannowitzbrücke. Das Opfer konnte in diesem Falle flüchten. Der Täter macht später weiter, kein Einzelfall. Berlin verliert scheinbar die Kontrolle und ihre Bewohner das Gefühl von Sicherheit. Zwischen Freiheit und Verwahrlosung stellt sich schnell die Frage: Ist die Stadt noch sexy oder greift eher das Motto “arm, aber ängstlich"? Obdachlosigkeit in Berlin. Hier im Volkspark Friedrichshain. Foto: Jana Kaminski Morgens, 8:30 Uhr im Volkspark Friedrichshain: Ältere Damen begrüßen den Tag mit Tai-Chi, zwei Jogger dehnen sich. Ein Mann meditiert, die Sonne im Gesicht. Wer hier auf den Trümmern der Vergangenheit steht, einem der höchsten Erhebungen der Stadt, genießt einen sorgenfreien Blick über Berlin: Herbstsonne, Fernsehturm, Charité, das Kraftwerk in Kreuzberg, am Horizont Marzahn. Keine zwei Kilometer entfernt von der Idylle wird John in der S-Bahn zwischen Alexanderplatz und Jannowitzbrücke zum Opfer – zitternd, bedrängt, ohne Hilfe. Belästigt von einem Mann, der den Tag am Ostbahnhof mit einer Flasche Wodka beginnt und ihn genauso beendet. Berlins Obdachlosenzahl hat sich in den letzten Jahren drastisch erhöht. 2024 waren laut Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 55.656 Menschen wohnungslos, 47.260 davon in Unterkünften. Prognosen der Berliner Sozialverwaltung gehen bis 2029 von über 85.000 aus – ein Plus von rund 60 Prozent. Auch die Kriminalität verändert sich. 2024 registrierte die Polizei 539.049 Straftaten (+0,4 Prozent zum Vorjahr), darunter rund 50.600 Körperverletzungen. Besonders im öffentlichen Raum – Bahnhöfe, Parks, Straßen – nehmen Übergriffe spürbar zu. Eine Stadt zwischen Freiheitsmythos und Kontrollverlust Berlins Image war nie sauber – und das war Teil des Charmes. „Arm, aber sexy“ stand für Lebenslust ohne Regeln. Eine Stadt, die jeden nahm, der sonst nicht reinpasste. Kreativ, anders, alternativ. Doch dieses Narrativ bröckelt. Die Freiheit, auf die wir so stolz waren, wirkt zunehmend verwahrlost. Wer am Spreeufer in Mitte joggt, tritt in menschliche Exkremente. Am Ostbahnhof oder rund um die Revaler Straße ist Gewalt Alltag. Es braucht noch nicht mal einen falschen Blick, um beleidigt oder bedroht zu werden. Denn die Wut und Aggression, der Kontrollverlust der Täter ist oft Auslöser. Das sind keine Einzelfälle, das ist ein Stadtbild. Ist Berlin, als Mekka für Akzeptanz, Subkultur und Weltoffenheit, nun Vergangenheit? Glänzt die Stadt nun mehr als je mit Überforderung, kurz vor dem Kollaps? Wir haben gelernt, wegzuschauen und nennen den Kontrollverlust so oft Toleranz. Wenn Übergriffe mitten am Tag passieren, wo wir uns sicher fühlen sollten, reagiert der Körper. Was das mit uns macht, weiss Dr. Sven Briken, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie: "Ein permanentes Bedrohungserleben kann unser Sicherheits- und Gemeinschafts- empfinden verändern. Wer im öffentlichen Raum häufig Gewalt, Übergriffen oder Verwahrlosung ausgesetzt ist, kann dadurch Stress und eine verzerrte Wahrnehmung erfahren, welche auf Dauer die Fähigkeit zu Mitgefühl, Fürsorge und Vertrauen in Mitmenschen und die Gesellschaft verändert.“ Was hilft – und was andere Städte besser machen Andere europäische Städte zeigen, dass sozialer Zusammenhalt kein Zufall ist, sondern das Ergebnis von Struktur und Entschlossenheit. In Wien etwa hat man längst verstanden, dass Hilfe nur funktioniert, wenn sie mit Stabilität beginnt. Dort greift das Modell Housing First : Menschen, die auf der Straße leben, bekommen zuerst eine Wohnung – nicht als Belohnung, sondern als Basis. Erst danach folgt Unterstützung, Therapie und Integration. Dieses Vertrauen in Eigenständigkeit wirkt: Die große Mehrheit der Teilnehmenden bleibt dauerhaft in ihrem neuen Zuhause. Kopenhagen geht einen anderen, aber ebenso konsequenten Weg. Dort arbeiten Polizei, Sozialarbeit und Gesundheitsdienste eng zusammen. Wer psychisch auffällig oder gefährlich wird, verschwindet nicht in Akten oder Wartelisten, sondern bekommt innerhalb von Stunden Hilfe. Zudem herrscht ein hohes Maß an gesellschaftlichem Vertrauen. Genau das fehlt Berlin: ein System, das hinschaut, bevor es zu spät ist – und reagiert, bevor Angst entsteht. Briken ergänzt: „Wir reagieren auf Angst oft mit Kontrolle oder Rückzug. Langfristige Sicherheit entsteht nicht aus Misstrauen, sondern aus Verbindung. Wenn wir beginnen, wieder hinzuschauen – mit Mitgefühl statt Urteil –, kann das viel verändern.“ Vom Wegsehen zum Hinsehen Berlin bleibt ein Ort der Extreme: kreativ, frei, laut – und zunehmend erschöpft. Doch diese Stadt hat alles, was sie braucht, um wieder Halt zu finden. Sie muss sich nur erinnern, worauf ihre Stärke beruht – auf Gemeinschaft, auf Haltung, auf der Bereitschaft, Verantwortung füreinander zu übernehmen. Sicherheit entsteht nicht allein durch mehr Polizei, sondern durch ein Netz aus Aufmerksamkeit, Menschlichkeit und Konsequenz. Es braucht den Mut, hinzusehen – und die politischen Strukturen, um sofort handeln zu können, wenn jemand sichtbar fällt. Berlin darf wieder lernen, fürsorglich zu sein, ohne seine Freiheit zu verlieren. „Dauerstress und Ohnmacht führen dazu, dass wir uns eher abschotten, statt zu verbinden. Doch genau das brauchen wir: Sicherheit, die Mitgefühl ermöglicht. Forschung zeigt, dass Vertrauen und Fürsorge stabilisierender wirken als Kontrolle”, ergänzt Briken. Wenn wir uns wieder füreinander interessieren, wenn Nachbarschaft, Respekt und Anteilnahme wichtiger werden als Distanz – dann kann auch das alte Versprechen dieser Stadt wieder gelten: nicht nur arm, sondern großherzig. Nicht nur wild, sondern lebendig. Und vielleicht dann auch wieder: ein bisschen sexy.
- Fondue im Strandhotel Zingst
Fondue – Comeback der Gemeinschaft: Warum das Strandhotel Zingst mit einem Klassiker den Nerv der Zeit trifft. Fondue im Strandhotel Zingst ab November 2025 / Foto: Cozyandwild Zingst, 6. November 2025. Essen wird wieder langsamer, bewusster und traditioneller. In einer Zeit, in der Food-Trends zwischen Superfood und Fast-Casual pendeln, feiert eine uralte Esskultur ihr Comeback – das Fondue. Es vereint das, wonach viele Menschen heute suchen: Wärme, Achtsamkeit und das Gefühl, in alten Traditionen Sicherheit zu finden. Das „Strandhotel Zingst” greift diese Entwicklung auf und bringt mit seinen neuen Fondue-Variationen genussvolle Entschleunigung an die Ostsee. Serviert wird ab zwei Personen in der „Oyster Bar ” oder im „ Restaurant Nautica ” ab 79 Euro für 2 Personen. OYSTER BAR im Strandhotel Zingst, direkt am Meer / Foto: Strandhotel Zingst Während der Alltag oft von Geschwindigkeit und Unsicherheit bestimmt ist, wächst das Bedürfnis nach Geborgenheit und Ruhe. Und so wird das gemeinsame Essen nicht nur zum Mittelpunkt des Miteinanders, was wir vom “Food Sharing” Trend kennen. Vielmehr zeigen Studien, wie der Mintel Food & Drink Report 2025 , dass Lebensmittel, die in der Vergangenheit verwurzelt sind, 2026 ihr Comeback erleben. In unsicheren Zeiten fühlen wir uns doch alle wieder in Traditionen geborgener und weniger verletzlich. (Quelle: MINTEL Zukunftsreport - Globale Lebensmittel und Getränke) Fondue steht sinnbildlich für diese Haltung. Es entschleunigt, bringt Menschen an einen Tisch und schafft Raum für das Wesentliche. „Beim Fondue geht es nicht nur ums Essen, sondern ums Innehalten“ , sagt Kai Harmsen, Hoteldirektor im Strandhotel Zingst. „Es zwingt uns, langsamer zu werden, einfach mal bei uns anzukommen.“ Drei Variationen – inspiriert von Meer, Alpen und Süße des Lebens Im Restaurant Nautica setzt das Strandhotel Zingst auf hochwertige Zutaten bei den drei Fondue-Varianten. Das Fondue „Küstenart“ basiert auf einer kräftigen Rinderbrühe, verfeinert mit Wurzelgemüse, Rotwein und Küstenkräutern. Dazu werden Rinderfilet, Hähnchenbrust, Schweinefilet, Garnelen, buntes Gemüse der Saison und hausgemachte Saucen serviert. Das Käsefondue „Alpiner Ostseetraum“ vereint Gruyère, Emmentaler und Appenzeller mit Weißwein, Knoblauch und einem Hauch Kirschwasser. Dazu gibt es kräftiges Brot, Pellkartoffeln, Pickles und frische Früchte. Zum Abschluss folgt das Schokoladenfondue „Süße Ostseewelle“ aus Zartbitter- und Vollmilchschokolade, verfeinert mit Ostseesalz und Sahne – dazu Früchte, Waffeln und knusprige Toppings. „Nach unserem beliebten Küsten-Barbecue im Sommer wollten wir das Thema Geselligkeitweiterdenken – aber entschleunigt, als Winter-Variante“ , ergänzt Harmsen. Slow Food: Entschleunigung bis zum letzten Bissen Im Strandhotel Zingst endet Wellness nicht an der Tür zur Sauna. Wer nach einem Spaziergang am Meer oder einem Tag im 1.400 Quadratmeter großen Spa den Abend mit einem Fondue ausklingen lässt, erlebt Entschleunigung in ihrer kulinarischen Form. „Entspannung hört bei uns nicht auf, wenn der Bademantel fällt“, sagt Harmsen. „Sie setzt sich fort – am Tisch, im Gespräch, im bewussten Essen. Fondue ist dafür die schönste Form. “ Restaurant Nautica im Strandhotel Zingst - erst 2024 komplett renoviert und modernisiert / Foto: Strandhotel Zingst Infos: Fonduezeit im Strandhotel Zingst ab 1. November 2025 Strandhotel Zingst Seestraße 60, 18374 Zingst Preis: Ab 79 Euro für 2 Personen (exkl. Getränke). Das Fondue muss bis 48 Stunden vorher reserviert werden. Ab 2 Personen. Reservierungen sind erforderlich: 038232 - 842425 oder restaurant@strandhotel-zingst.de Über das Strandhotel Zingst: Das seit Januar 2022 inhabergeführte Strandhotel Zingst, das von der „Jagdfeld Real Estate“ gemanagt wird, befindet sich auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. 2024 wurde es komplett renoviert. Es verfügt über 122 Zimmer und Suiten sowie über einen 1400 m² großen Spa- und Wellnessbereich mit Innen- und Außenpool, Whirlbucht, Infrarotkabine, Saunen und Fitnessraum, dem Restaurant Nautica und der Oyster Bar. Bis ins Zentrum des Ortes sind es 50 Meter, der Badestrand ist zwei Gehminuten entfernt. Das Resort befindet sich direkt an der Zingster Seebrücke im naturbelassenen Nationalpark, zwischen Ostsee und Bodden. www.strandhotel-zingst.de Anschrift: Strandhotel Zingst Seestraße 60 18374 Ostseeheilbad Zingst info@strandhotel-zingst.de +49 38232 842-100 Presse Strandhotel Zingst: Jana Kaminski PR & Social Media Mobil: + 49 178 295 20 38 Mail: presse@strandhotel-zingst.de Web: www.strandhotel-zingst.de
- Reisetrends 2026 – Zwischen Coolcation und Verantwortung
Die Sommer werden heißer – und das beeinflusst, wie und wohin wir reisen. Der neue MARCO POLO Trendguide 2026 zeigt in 40 ausgewählten Destinationen und Entwicklungen, wohin die Reise im kommenden Jahr geht. Die wichtigsten Reisetrends 2026 : Urlaub im Norden, kleine Festivals statt Mega-Events, nachhaltige Städte und Sehnsuchtsziele fernab des Massentourismus. Abgeschiedenheit non stop / Foto: Unsplash Coolcation: Urlaub im Norden als neuer Reisetrend 2026 Einer der spannendsten Reisetrends 2026 ist die sogenannte Coolcation . Auf den Färöer-Inseln, in der Hohen Tatra oder auf den Åland-Inseln erleben Reisende magische Landschaften, frische Temperaturen und ein Gefühl von Abgeschiedenheit. Urlaub wird so zur Erholung – ohne den Stress überhitzter Großstädte. Auszeit am Strand von Kopenhagen / Foto: Jana Kaminski Kleine Festivals statt Mega-Events Neben klimatischen Veränderungen prägen auch gesellschaftliche Entwicklungen die Reisetrends 2026 . Festivals etwa – lange Synonym für Massenevents – wandeln sich. Beliebt sind intime Formate wie das Heartland Festival in Dänemark oder kleine Weltmusik-Festivals an der Atlantikküste. Statt Superstars und Menschenmengen zählen hier Authentizität, Atmosphäre und das Gemeinschaftsgefühl. Sind Festivals noch "in"? / Foto: Unsplash Deutschland entdecken: Regensburg, Hamburg & Düsseldorf Zu den Reisetrends 2026 in Deutschland gehören drei Städte, die sehr unterschiedliche Geschichten erzählen: Regensburg fasziniert mit mittelalterlichem Welterbe, der Kulisse des Donaudurchbruchs und einem vielfältigen Kulturprogramm. Hamburg überrascht mit einem Highlight für Kunstfans: 2026 eröffnet das UBS Digital Art Museum , Europas größter Ausstellungsraum für digitale Kunst. Düsseldorf zeigt, wie nachhaltiger Städtetourismus aussehen kann – verbunden mit authentischem Japan-Flair mitten am Rhein. Europa-Highlight: Guimarães wird Umwelthauptstadt Auch in Europa setzt sich Nachhaltigkeit als klarer Reisetrend 2026 durch. Die portugiesische Stadt Guimarães wird zur Europäischen Umwelthauptstadt gekürt. Sie vereint historische Kulisse mit innovativer Stadtplanung – emissionsfreie Mobilität, begrünte Plätze und Kulturfestivals, die Tradition und Moderne verbinden. Guimarães in Portugal zählt zu den Reisetrends 2026 Fernweh pur: Raja Ampat in Indonesien Zu den spektakulärsten Reisetrends 2026 weltweit zählt das indonesische Archipel Raja Ampat . Es gilt als artenreichstes Meeresgebiet der Erde. Wer hier zwischen türkisfarbenen Lagunen und bunten Korallenriffen schnorchelt, erlebt ein Paradies am Rand des Massentourismus. Doch die Frage bleibt: Wie lässt sich dieses fragile Ökosystem schützen, ohne es durch steigende Besucherzahlen zu gefährden? So sieht das Paradies aus, noch ohne Touristenströme Fazit: Reisetrends 2026 sind Sehnsucht und Verantwortung Die Reisetrends 2026 zeigen klar: Wir suchen Orte, die kühl, authentisch und nachhaltig sind. Urlaub soll inspirieren, nicht erschöpfen. Ob in Skandinavien, in portugiesischen Altstädten oder auf indonesischen Trauminseln – es geht nicht nur um das Ziel, sondern auch um die Haltung. Reisen ist ein Spiegel unserer Zeit: Sehnsucht, Abenteuer und Verantwortung gehören untrennbar zusammen. Mehr Reiseziele für 2026 gibts im neuen MARCO POLO Trendguide:
- Hotelsuche: Warum wir uns mehr auf unser Gefühl verlassen sollten
Bewertungen helfen bei der Orientierung – doch unvergesslich wird der Urlaub erst, wenn Erlebnisse Emotionen wecken und in Erinnerung bleiben. Reisen hinterlassen Eindruck, wenn sie zu Erlebnissen werden / Bild: Jana Kaminski Wer eine Reise plant, verlässt sich oft auf Rankings und Sterne. Doch viele Urlauber kennen das Gefühl: Der Aufenthalt war perfekt organisiert – und trotzdem fehlt etwas. Denn was bleibt, sind nicht Punkte oder Kategorien, sondern Erinnerungen, die alle Sinne ansprechen: Gerüche, Klänge, kleine Details. Ob Licht, Duft oder Sound: Erinnerungen brauchen Reize für die Sinne / Bild: Jana KaminskI Planung mit Herz fürs passende Hotel „Statt bei der Hotelauswahl nur Bewertungen zu vergleichen, lohnt es sich zu fragen: Wie möchte ich mich auf dieser Reise fühlen?“, sagt Hotel-Expertin und Soziologin Jana Kaminski von GUSTARIA brands/stories. Geht es um Geborgenheit, Inspiration oder darum, ein Bedürfnis aus der Kindheit zu erfüllen? Emotionen sind der Kompass, der entscheidet, ob eine Reise noch Wochen später nachklingt. Wie in einer anderen Welt - Urlaub im Grand Hotel im Parkhotel Quellenhof Aachen / Bild: PCTRBRLN Beispiele für emotionale Reiseerlebnisse Aachen: Ein Kurztrip ins imposante Parkhotel Quellenhof kann sich anfühlen wie eine kleine Zeitreise in die 20er Jahre – lange Flure, florale Betthäupter, ein Hauch von „Bridgerton“-Atmosphäre. Chemnitz: Die Kulturhauptstadt überrascht mit Subkultur und Freiräumen fernab überlaufener Innenstädte. Gerade für Großstädter mit Kunst- & Kulturinteresse super spannend. Denn hier ist Raum für Entwicklung, Zeitgeist und Fortschritt. Und das gibt ein Gefühl, Freiraum beleben zu können, der sonst eher selten zu finden ist. Geeigneter Ausgangspunkt: Das CO/56 Chemnitz - Hotel im Grünen unweit der Stadt mit tollem Fitnessbereich. Chemnitz erleben, heisst Raum für Entwicklung fühlen / Bild: Jana Kaminski Zingst: Direkt am Ostseestrand treffen Natur und Dolce-Vita-Flair aufeinander – Wellness und Weite, privat und trotzdem mittendrin. Wer hier einen Kurzurlaub macht, fühlt vor allem eins: Dass Wellness nicht an der Tür aufhört. Denn die Natur, das ganze Erleben von Wind, Wetter und dem Gefühl der Auszeit für alle Sinne tut so gut. Und wer doch lieber ganz privat bei ein paar Bahnen seinen Wellnessmoment geniessen möchte, ist im Strandhotel Zingst genau richtig. Mehr als eine Auszeit Reisen ist mehr als eine zeitlich begrenzte Auszeit. Entscheidend sind die kleinen, emotionalen Erlebnisse, die uns nachhaltig prägen – und die sich in keiner Sternebewertung messen lassen.











