Soma Bay Ägypten: von Wow-Momenten bei Robinson bis Ende im Krankenhaus
- 25. Feb.
- 4 Min. Lesezeit
Ein Check-In von Jana Kaminski
Eine sanfte Brise streicht über das Flachwasser von Soma Bay, nur eine 45-minütige Autofahrt vom Flughafen Hurghada in Ägypten entfernt. Die Bucht am Roten Meer vermittelt den Eindruck, als könne man sie mühelos durchqueren und auf die andere Seite gelangen. Soma Bay ist eine rund 10 Quadratmeter große Halbinsel, auf der sich in unaufgeregter Atmosphäre eine exklusive Auszeit genießen lässt. Während das 50 Kilometer entfernte Hurghada mit einer breiten Masse von Hotels besticht, befinden sich in Soma Bay ausgewählte Marken aus dem Luxussegment von Steigenberger über Robinson bis Kempinski. Mit top Kinderbetreuung und einem leider ziemlich unglücklichen Ende.

Ägypten: Gegen den Wind oder im Meer
Auch wenn wir uns hier umgeben von karger Wüstenlandschaft befinden, wird schnell klar: Langeweile bekommt hier niemand. Flaches Gewässer, angenehme Temperaturen, geringer Wellengang und ausgezeichnetes Material in den Wassersportstationen lassen keine Wünsche offen.

Das klare, tiefblaue Meer zieht weltweit Kitesurfer, Katamaransegler und Taucher magisch an. Denn die Bedingungen könnten, auch für Einsteiger, nicht besser sein. Die strandnahen Korallenriffe in der Bucht sowie das Saumriff sind zudem bekannt für ihre Artenvielfalt. Rochen, Papageienfische, Riesenmuränen, Riesenkugelfische und eine Vielzahl weiterer Fischarten können in den Korallenriffen beobachtet werden. Und mit etwas Glück lassen sich in Soma Bay sogar Delfin-Gruppen entdecken, die regelmäßig die Bucht besuchen. Erreicht werden die Hausriffe direkt per Zugang vom Strand oder Steg und sind auch für Schnorchler bestens geeignet.

Die Robinson-Family: Angenehme Gesellschaft und erstklassiges Sportangebot inklusive
Das ganze Jahr über herrschen in Ägypten angenehme Temperaturen von über 20 Grad. Exklusive Anlagen wie der Robinson Club sowie Hotels der Luxusmarken Steigenberger, Sheraton oder Kempinski sind hier vertreten. Die Angebote der gehobenen Resorts sorgen dafür, dass es an nichts fehlt.
Ob alleinreisend, als Großfamilie mit Kindern und Großeltern oder mit Freunden: Im Robinson Soma Bay findet jeder seinen Platz in bester Gesellschaft. Denn mit einer Vielzahl von sportlichen Aktivitäten wie Tennis, Golf, hochwertigen Sportkursen von Faszientraining bis Animal Flow wird für jeden Geschmack das passende Programm geboten. Dafür werden auch aus dem deutschsprachigen Raum erfahrene und professionelle Trainer für spezielle Themenwochen, wie die "Wellfit"-Wochen eingeflogen. Und ob Kettle-Bell-Training mit dem Privatcoach oder Sunset Yoga im Beach Pavilion: Hier scheint jeder im, auf oder am Wasser in Bewegung zu sein. Und das auf höchstem Niveau.
Auch interessant: Nizza - La vie est belle

Keine Frage, dass generationsübergreifend für alle bewegungsfreudigen Altersklassen der Robinson Club Soma Bay eine perfekte Anlaufstelle ist. Denn die bestens organisierte und ebenfalls deutschsprachige Kinderbetreuung bietet auch für Eltern die Möglichkeit, sich eine Auszeit zu nehmen.
Das Gefühl der Verbundenheit unter den Gästen und Mitarbeitern ist stark, und es überrascht nicht, dass man an den großen Tischen am Abendbuffet schnell ins Gespräch kommt. Und sich hier und dort auch über Geschäftliches austauscht. Sofern man dies möchte. Dass die Offenheit der Gäste und Mitarbeiter wohl eines der Erfolgsfaktoren der 24 Robinson Clubs in 14 Ländern ist, wird schnell ersichtlich. Denn die kommunikative Kultur wird vom Hoteldirektor bis zum Sporttrainer charmant vorgelebt. Man ist per "Du".

Und wenn es mal "weniger Kind" sein soll: Das Breakers
Nur ein paar Schritte weiter liegt das Breakers. Hier ist die Atmosphäre ganz anders: Makramee-Vibes, klare Interior-Sprache, purer Lifestyle. Es ist der perfekte Ort, wenn man mal ohne Familie, sondern nur zum Kiten oder Tauchen mit Freunden unterwegs ist. Sogar die Klitschko-Brüder wurden hier schon gesichtet. Ein enger Vibe, getrieben von der Liebe zum Meer. www.robinson.com
Wohin geht eine Reise, die gar nicht geplant ist?
Und noch ein ganz persönlicher Gedanke: Seit 20 Jahren reise ich nun. Curaçao, Koh Phayam, Kuba, Tulum, Side. Ich wusste: Irgendwann erwischt es mich. Dieser Worst Case mit Magen-Darm, Montezumas Rache oder wie auch immer man es nennen möchte. Es gab da mal einen Zwischenfall, vor fast 10 Jahren in Mayrhofen – ausgerechnet an Silvester. 5 Tage für die Tonne, die jede Form von Privatsphäre zwischen meinem damaligen Partner und mir neu definiert haben.
Früher habe ich mir über Statistiken keine Gedanken gemacht. In Mexiko haben wir an Straßenständen gegessen, was auf den Tisch kam, gekauft von einem achtjährigen Jungen am Grill. Wir waren jung und wussten nichts von den Risiken.
Heute, mit Anfang 40 und einem vierjährigen Sohn, sieht die Welt anders aus. Nach unserem Ägypten-Urlaub kenne ich jede Statistik. Als alleinerziehende Reisejournalistin ist es Fluch und Segen zugleich, mit Kind zu reisen. Wie schön wir unsere gemeinsame Zeit gestalten können, wie viele tolle Momente wir erleben dürfen... und wie tief der Fall ist, wenn das Schicksal zuschlägt.

Mein Sohn hatte einen Magen-Darm-Infekt. Heftig. So heftig, dass wir ins Krankenhaus über Nacht mussten. Und trotz aller Bemühungen war unsere individuelle Erfahrungen leider so prägend, dass wir sehr froh waren, wieder zu Hause zu sein. Das hätte uns überall passieren können – es war nicht nachweislich das Hotel. Und ich würde jedem das Haus empfehlen. Aber für mich persönlich war dies wohl die erste und letzte Reise mit einem kleinen Kind nach Ägypten.
Robinson? Auf jeden Fall wieder.









Kommentare